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schneelandschaft

"wo begann dieser traum nur? - wohin eilten meine fernen goetterboten? eilten, ohne mich zum ziel.."

stavenja war eine glut im koerper der traumfiguren. was sie auch machten, sie konnten nicht von ihren bewegungen ablassen. einerseits ein geschenk, das sie noch in luzide traeume fuehren sollte, andererseits aber eine große aufgabe, die sie vielleicht zu schnell anzupacken versuchten, und ohne geduld und durchhaltevermoegen daran wohl scheitern wuerden..

ihre koerper sind es noch nicht gewohnt, von einem gott gefuehrt zu werden! sie sind noch viel zu grob, um die feinen feenspuren in sich zu hoechsten kuensten zu entfalten.

 

die traumsoldaten, piraten und matrosen folgten eifrig ihren eingebungen. stavenja war ein zu großes leuchten, als dass sie ignoriert werden koennte. sie streiften hinter ihr her wie herrenlose. ihre heimat gaben sie dafuer auf.

ihre schritte waren unbeholfen und zittrig. sie gingen durch tiefen schnee. die mauern ihrer heimatstaette waren zu hoch fuer sie, um unverletzt daran vorbei zu kommen. der winter nahte. das ignorierten sie aber.

und so kam es, dass ihre schritte in schneegraben untergingen und ihre haende sich am stacheldraht unwillkuerlich aufrissen. so kam es, dass sie nur allzu oft hinstuerzten, jaemmerlich zitterten und die orientierung verloren.

es bleibt die tragoedie ihrer unrath, dass sie doch hier auch nicht mehr bleiben konnten. sie hatten gar keine andere wahl, als sich durch die eisige kaelte zu schlagen. denn in ihnen zerrten uebernatuerliche kraefte; allein ihre koerper waren noch nicht ganz vorbereitet darauf.
sie sind schon zu weit von ihren geheizten wohnungen entfernt, um umkehren zu koennen.

 

stavenja ist euer tod. ihr wisst wohl, dass ihr sterben muesst und wollt. der schmerz ist eure pruefung. und der schneesturm ist ein zauberglanz, ein taumel-tanz, in dem sich windend' schmerz zu goettern gebaeret.

 

2.10.07 11:43


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gebaerfreude

stavenja hatte ein kleines lichtchen in ihren haenden gehalten. ein laecheln klopfte an, die waldbewohner wurden ruhiger. ein laecheln begrueßte sie, die anderen feen schlossen sich ihr an. und bald ward' eine große versammlung daraus geworden und ein sacht' blaeulicher schein strahlte magisch auf alte aeste und graeser.

sie wurden herein gelassen. durch knorrige eichenrinden, in geheimnisvolle wohnungen im innern der baeume. hinein, in warmen kerzenschein - harz und blut verzauberte ihren magischen tee - und die stufen im innern der riesenbaeume fuehrten sie in hoehere hoehen der alten bibliotheken.

die buecher lasen sich gegenseitig vor, erzaehlten immer neue geschichten und alte geheimnisse des waldes.

selbst die ahornblaetter flogen wieder im wind.

 

stavenja hatte unmerklich einen zugang geoeffnet und ihr liebliches laecheln lockte nur jeden bald tiefer hinein. ihre waerme umgab uns, und sie fluesterte noch von den fernen geschichten, wie wir in ihrem goldenen innern schwebend bald einschlummerten.

sindu wendhai ward' geboren. ihre lippen waren vom ersten augenblicke an so tief purpur wie ihre augen ein spiegelglas waren, hinter dem sich das meer der moeglichkeiten in glaenzendem schein vor uns darbot.

und so ward die geschichte zum traum geworden, in dem wir uns jetzt wiederfanden. ihre stimme aber wurde zum glockengesang der sindu wendhai. ein glockengesang, in tiefen echos widerhallend.

1.10.07 16:34


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