Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


 
Freunde
    mirowy
    - mehr Freunde



http://myblog.de/stavenja

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
heimat einsamkeit, um huellmich

erneutes eintauchen in spiegelglattes grau. graue streifen, die von den fassaden haengen, graue lichter die von den baeumen am horizont kommen. grauer windhauch. grauer schneesturm. grauer dunkelschwarzer rabenschrei. auf verdorrten aesten. auf dem verlassenen turm.

ihre schwaerme holen die sonne, verpacken sie, zerquetschen sie am horizont. schmieren ihre artgenossen auf unsere haut mit blutquellender feder. in grauen schichten malen sie uns. malen uns noch ueber uns drueber. malen grau auf grau. malen mit starkem schrei den weltuntergang in unsere kehle. malen mit tausend schwingen unser knochenmark auf unsere lippen. malen in bluttropfen ihre nichtigen verheißungen auf unsere augen.

malen grau ueber grau ueberall feen in die landschaft hinein.

 

28.1.09 04:58


Werbung


schamlos, toedlich

sandu mehta und stavenja kavah stapften gemeinsam haende haltend ueber die wiesen. ihre mienen verrieten alles. sie waren fest entschlossen und nichts konnte sie mehr aufhalten.

der sandige sonnenschein ließ ihre blasse haut warm werden. das hohe gras ueber das sie stiegen, wuchs aus dunklen nebeln hervor, war noch taufrisch, und neigte sich unter ihren fueßen. es begrueßte sie ehrfuerchtig, ihre lieblichen geheimnisse zu behueten.

das ende der welt war nahe, und die liebe, welche die beiden geschwister verstroemten, war bereits weit darueber hinaus gewachsen.

 

mancher mensch sah sich von feen schon behuetet, nachts im einsamen bette, tags, in wilder natur. ja bald ueberschritten sie das ende der welt, und da standen sie dann, inmitten des alltags, des todes, des wahnsinns. und ihre weiße haut war samt.

 


28.1.09 04:50


you couldn't touch

you were screaming too much,
loudly, voices came out of your spirit,
and your heart-extension was never able to feel it,

you were just hoping not to be found
while saving your feet from going down to the grounds,
- seen yourself never been able to touch

with earth wings erupting in flames
thy name you heard you never became,
but kowing, this was ever the end..

 


28.1.09 04:50


es war die nordsee

fahr raus ans meer,
hol deine sonnencrem und lass
die einsamkeit nicht deine haende streicheln,
gib sie zurueck, gib ihnen halt, gib ihnen sonnengras
und tang vom see, so gruen wie die welt.

stimm mich mit ein in deine utopien,
ich wuerde immer dabei sein,
solang dein atem reicht, mir meine hand zu fuehrn,
das gelb der sonne auf sich zu spuern;

stimm mich hinein, in deinen bann,
wo du auch gestern schon verweiltest,
immer dort an diesen klippen, salzig, sueß,
von frischem wort und meiner hand begrueßt.

lass uns dort entgleiten,
die wellen dein tod, mein leben
rinnt davon wie blut, in gruengelbem moos.

 


 

11.10.07 13:24


gluehende fußspuren

in kreisen, ueberall, das dornengebuesch.
ein tropfen blut in seiner frucht.
ein schritt: eine tat des lebens, eine bewegung: ein tag der erschoepfung.
dunkle nacht holt sich zurueck, was menschlich, aengstlich zuckt.
dunkle schritte treiben dornen tiefer ins gesicht.

 

"when did you realize, that you'd never be free?"

 

wilderniss beraubt dich deiner werte frei.

8.10.07 18:21


reisen

"lasst uns auf die reise gehn.."

 

stavenja ruft dich. sie ruft dich immer. wenn du schlaefst, dann besonders. und wenn du gemuese schneidest. wenn du aufs klo gehst. wenn du deine emails abrufst. sie ruft dich, wenn du dich mit leuten unterhaeltst. wenn du dir die arme aufschneidest. wenn du eine kerze anzuendest. wenn du hustest. wenn du betest. wenn du masturbierst. wenn du dein fahrzeug reparierst.

aber du hoerst oft nicht hin.

gedankenchaos, wirre maschinen an alten erinnerungen und assoziationsketten liegen wie eiserne ketten auf dir. in dir. deine gefuehle sind wie ein dunkler see, in dem du taeglich ertrinken drohst, um hilfe rufst und mit aller verkrampfung darin strampelst, bis du todeserschoepft auf einem kalten ast fuer kurze zeit ruhe findest.

(wenn du nur loslassen wuerdest..)

sindu wendhai liegt im see, singt deine todesmelodie. hoere doch hin, singe nur mit.

wer hilft dir hier noch, deine unklaren wuensche zu beherbergen? du brauchst hilfe, das weisst du.. wer wird dir helfen? ist es nicht sandu mehta? du musst uns vertrauen. lass uns dir helfen. wir sind die tiefwaldbewohner. folge uns doch.....

 

du bist ein schritt weiter gegangen, in die tiefe nacht deines wesens. du hast es erraten: du bist nur ein traum. was bliebe wohl uebrig, wenn all dies weggenommen wuerde, was nicht zu dir gehoert? ...

der wald war deine kindheitserinnerung. er war der dunkle algensee, in dem du triebst und untergingst. du folgtest ihm. du lerntest schon langsam zu schwimmen. deine welt ueberfiel dich, du ließest dich treiben auf diesem see. ließest alles mit dir geschehen. bis du geschwemmt wurdest an das andere ufer deines wesens:

die feen warteten bereits auf dich, sie behueteten dich. jetzt warst du an der macht, dich loszulassen, und dann nur noch das eine uebrig zu lassen, das zaehlt.

 

es verschmolzen kindertage aus laub, schaendliche arbeit, glueckliche melancholie in tiefen winternaechten mit dem sommergeruch von barfueßen, mit der leidenschaft eines sterbenden menschen. ins tiefe schwarz, aus dem du geboren und gestorben warst, mischtest du ozeanblau, sandstraende aus aelteren leben, urwaelder von schweiss und einsame verlassenheit in savannen. du mischtest den lebensbaum mit den feldern deiner heimat. deine verlassenheit mitten unter die menschen. du mischtest das ferne, und altbekannte paradies zurueck in die waelder. du nahmst peyote und fliegenpilz, und den apfel des adams.

feentaenze fanden statt in deiner mitte, verzweifelte rufe und freudenschreie erklaerten dein wesen den feldern. die sterne sahen dir zu, ihre augen waren die feen und deine wuensche eine tiefe von verlorenen traeumen, die sich im freudentanz mit schnellem schweif vom himmel stuerzten.  

ein kleines stueck mehr hast du gelernt, die welt zu verwandeln.

 

"ich nehme auf niemanden mehr ruecksicht," sagtest du noch, "vor allem nicht auf mich selbst." 

6.10.07 14:33


heut nacht ist mein tag

he's painting black and blue. abermals.

5.10.07 19:42


4.10.07 17:56


4.10.07 17:55


nachtgeschwister

staunen.

staunend stehn sie da. vorm verlassnen fenster ihrer welt. betrachten ihre augen, die sich in der ferne verstreut haben. sie sehen meteoriten, sternschnuppenhagel, brennende asche vom himmel fallen und ihre augen glitzern dabei.

ein paar sekunden fließen in ihre herzen, erinnern sie daran, wie sie einmal leben mochten. und das holz ihrer alten moebel modert ihre aufmerksamkeit auf sich selbst zurueck. da haben sie ihre selbstgeschaffenen schraenke und stuehle, ihre tische, ihre obstkoerbe, ihre heuschuppen.. ihre kommoden mit schloeßchen dran, auf dass sie geheimnisse bewahren.

ihre wangen sind weiblich weich und rund geworden, ihr blick aber blieb kindlich und spiegelnd. ihre haende sind warm an der einen und kalt an der anderen seite. sie fassen an ihre geoeffneten lippen, fassen an die kalten fensterscheiben, fassen sich in ihre langen haare, die sich durch den raum und die luft verteilen..

lange waren sie umhergeirrt, und ihr echo irrt noch immer. sie irrten und suchten ein stueck trautes heim in ihren gesichtern. im sternenhimmel. in ihren kommoden. aber es liegt eine staubschicht darauf, und ein kalter glanz, der sie entfremdet. 

auch auf ihren geschwistern. sie sehen sich an, aber nur noch mit halben augen. sehen und fassen, aber streicheln nicht mehr. der himmel erlischt und saugt ihre seelen mit ein. die alten fetzen aus ihren kleidern ziehen sich langsam lodernd durch die nacht. im friedhof fuehlen sie sich. leichenatem liegt in der luft.

aber das modern wird sie noch holen. und morsch werden ihre alten kindheiten werden, bis sie zerbrechen. und die nacht wird noch schwaerzer. brennende seelen werden erloeschen, und ihre liebe wird weiter. weiter, wie die distanz zwischen ihnen und ihren wuenschen. wie die distanz zwischen familie und einsam. weiter, wie die distanz zwischen chaos und heimat. 

bis alles schwarz wird.

bis sie ihre letzte luft ausatmen.

im ruhigsten punkt geschieht die verwandlung.

vulkane liegen in ihnen.

3.10.07 23:30


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung