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eine marmorgrotte grüßt dahingefallne

die stille: atmet tief, fließt durch den kopf;
ich hab ein rauschen, das mich hüten will,
doch bin es satt.

purpurn sind die gedanken, und edel jedes wort,
wie teppiche und seidenschals, die mich umranken -
und lange gehn die adeligen schritte,
gehn bedacht um jeden preis -
ins leere.

brodelnd, unter hitze, unter steinen,
stechen, treiben die verlornen könige ihr mahl -
und altern jede narbe hundert jahre.

hier, zurück, im kalten nichts,
geschehen wunder, die noch keiner nannte;
die geschichten fließen über ihnen,
die gemäuer hüten sie so stolz.

wenn jetzt doch nur ein regen fiele,
oder äste,
dass die ganze welt sich halten müsste,
um sich nicht zu erkälten,
zu erfiern...

ins nichts zurück geschickt gehörten die soldaten,
und die alten zimmer würden aufgeschmissen, aufgeräumt:
all der plunder geht - für immer,
und der körper atmet, träumt... :


ein leben lang geschieht das sprechen,
und die eigne kreatur ist unzählige male fremde welt.
nur ein wort noch, und noch eines, und die letzte geste...
und wir sehen unsre träume als verrückte formen
eines lebens.

dringt mit freier kraft ein spiel zu tage,
das die sterne von den himmeln holt und münder in die kissen legt...
und küsst.

heben sanfte feenarme meine vier wände hoch,
und legen feuchte reben in die zeit:
sodass sie wuchern, überwuchern das bekannte,
und ein goldnes feld und schimmernde ruinengrotten geben.

und dann seid ihr da, seid dabei,
und die feen, und die altbekannten räuber, diebe und spione;
und wir kneten unsre arme, lachen, sind betrunken...
sind berauscht von tod, von leben,
von der klarheit.

8.2.09 05:43


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asche briefe

ich schlag mich heute zum kopflosen ritter. hehre freunde, liebste der liebsten, ein goldener gruß in eure seel'. das feuer des lebens und todes schwingt, dringt unaufhörlich in mir, nimmt mich mit sich.


wir saßen auf diesem hohen hügel, und haben alles erreicht. schwindelerregend, saugten wir diese hohe, weiche luft in unsre lungen, ließen unsre adern weiter werden. und wir würden fallen. wieder hinab in die tiefe, und wir würden berauscht vom sturm und der todesgewissheit. wir hatten nichts erreicht.


ihr habt mir einen kranz an gänseblümchen in den schoß gelegt und ich tanzte mit meinem lächeln auf euren wangen. der sommer war wie eine mohnblume für uns, wir hatten ihn ganz und gar aufgesogen, hatten uns in ihm ausgebreitet, als würde er unser ganzes leben überdauern. als würde die zeit garnichts fordern. wie recht wir ja auch hatten. doch es ist forbei.


und der schneesturm schmilzt in meinen augen. unsre verlorenen, unsicheren spuren im schnee wurden in dunkle, gruselige wälder geführt. wir wollten händchen halten. wollten uns in unsren mänteln zudecken. das feuer ging aus.


ich will nicht allzu melancholisch werden, denn wir wissen ja, dass wir im tod die zeit schon überwunden hatten. ihr geht an mir vorüber, senkt eure köpfe doch nicht so tief. eine rose für die toten. ich will neben euch stehn, bei meinem begräbnis, will mit euch weinen, euch in meinen armen halten. und danach tanzen.


das licht ging aus mit gutem grunde. doch ein feuer setzt ein, vielleicht, wenn wir es wieder lassen.

5.2.09 17:27


atemnot

tiefes eis sitzt, wie ein kristall, in meiner brust. mein atem geht schwer, langsam saugt er den schwebenden dunst ein. ich bin allein. und es ist viel, viel zu spät schon. mein körper erleidet noch die überbleibsel der verkrümmungen des tages. wie ein verbotenes spielzeug liegt er heimlich weggekehrt in einer ecke und traut sich nicht zu regen.

es ist ruhig in der nacht, aber die schreie und das getose dringen aus anderen sphären direkt in mein hirn. ob es immer so weiter geht? eine einzige handbewegung für den bürokratischen apparat der gesellschaft erscheint ein unüberwindbares hindernis darzustellen. die einfachste bewegung! - wie durch einen zauber blockiert und dennoch überlebensnotwendig. suche mir meine aufenthaltsberechtigungen in diesem universum tag für tag neu zu erkaufen. das spiel sieht schlecht aus, ich wär auch schon lange gegangen, wenn da nicht etwas wäre, das mich hindert. das spiel sieht verdammt schlecht aus.

zum glück ist es spät; das licht flackert schon, die worte nehmen überhand, die magie verteilt sich in unregelmäßigen schüben. aber auch der trost hält nicht lange, verliert sich doch wieder in nur umso krasseren träumen, die ich einmal als die meinen, als geschenke, betrachtet hatte. aber wie verzeheren sie mich doch! aber es wird mir nichts anderes übrig bleiben, als irgendwann zu sterben. selbst zombies können nicht ewig in ihren vermoderten hütten dahinsiechen. alles zerfällt irgendwann. und der traum, den ich vergessen hatte, kommt wieder zum vorschein. so ein goldenes leuchten irgendwo hintendran, für alle, die es eben sehn. geht einfach durch das harte gestein, ohne dass jemals irgendwer, der nicht selbst kellerkind ist, es bemerkte. eine feder fällt sacht auf meine haut, lässt mich seufzen, aufatmen. bald, bald kann ich wieder weinen.

28.1.09 05:10


gebt mir mehr cumarin

notizzettel, die in meinen strohigen haaren klebten:

 

- ihr fruechte, seid meine verfuehrung, aber ihr seid keine erloesung;
eure sueße ist eure ferne, euer geschenk ist eure verwehrung;
aber noch mehr: nur der rest ist viel kleiner.

lasst mich euch zerfleischen um euch zu bannen.

 

- ihr giftigen kratzigen halme, ihr seid mein brechreiz. aber euer gift liegt in in meinem koerper, das ihr nur beruehrt.

lasst euch mich erbrechen genießen.

 

 

- und dann?

der rest muss zerstoert werden.

 

- und dann?

28.1.09 05:02


"das leben faengt erst nach dem tod an."

28.1.09 05:02


silberschnur

kurze durchsage als randbemerkung in ihrem leben: 

wir sind hoffnungslos verloren. alle.

 

 

..okay, weiter machen. machen sie weiter, was immer sie getan haben.

28.1.09 05:02


once again:

he's getting violet.

turns the white flags blue, turns the grey flags pruple, turns the black flags silver

once again:

he's kissing snow white flakes in darkest forests, lonesome getting tired, lonesome getting snowed in, lonesome collecting his old love and enfolds her in the misty whitness.
getting slowley down and listning to his inner voices. telling just ever again of misty places.
into the end once again, starting the ever future, starting what has never become.

once again, he's getting viole(n)t.

28.1.09 04:58


die gesetzestafeln

schwelgend liegt der grund da - schwelgend liegt der grund auf uns, in uns.
- "das kann ja nicht sein!"
nieder mit den disteln, fahr entlang sie ueber deine arme!
sieh' die pracht, die blueten, namen sie verstroemen; narben hinterlassen, sieh!

 

das erste gesetz ist ist eine goldene zwietracht. es befiehlt dich zu stehlen, deine eignen und die der gueldne' befehle. es ist ein rohes gesetz und seine tontafeln beteuern den schritt in das fleisch. es ist ein koenigs-gesetz, und doch zugleich nur gemacht fuer koenigs-knaben, knaben in weißen gewaendern, knaben in milchigen seen. es ist ein adelsgesetz, adel fuer die unfruchtbaren, fuer die verbotenen fruechte. es ist ein gesetz der irrgaertenspiele im hinterhof deiner herrschaft. und es befiehlt: stehle!
stehlen sollst du gold und jugend. stehlen sollst du sonnenschein und ruhe. nehmen sollst du kindlichkeit, und mach sie zu dein eigen, mach sie leiblichkeit, und schinde kindes reigen.
das erste gesetz wird vergraben. du sollst es entdecken, nachdem die sintflut dich ueberspuelt hat. du sollst das gold wieder finden, erst dann, wenn es nichts wert mehr geblieben.

das zweite gesetz geht noch tiefer: es laesst wurzeln schlagen, dunkel und hart ueber gemeinmenschenplaetze, tief und wache erstrahlend in dein auge. es lautet: greife deinen naechsten, wie dich selbst, und bringe ihn zur ohnmacht. sein wortlaut spricht ein leben an, das hoehlen-schluchten schwarz und glitschig, unnahbar und fremd entstehen laesst. termitenbau-gesellschaft. dies' gesetz ist schwer zu folgen, es sagt dir, dass dein name nichts mehr wert ist. sagt dir, deine taten sind vergebens. sagt dir, auf dem weiten platze großen marktes, steh allein! bau dir ein schild aus dunkelheit. bau dir ein heim am rande oeffentlichen lebens.
du wirst erst wieder wachen, wenn du keine zeit mehr hast, zu leben. wirst erst wieder schluchten-hoehlen wuchern lassen mit den kraeftigsten und fruchtigsten der pflanzen, wirst erst wieder klettern zwischen den fassaden, auf den plaetzen wieder gleiten, springen, wenn ein name, tief in dunkler nacht, in deine arme faellt!

das dritte gesetz lautet: unrath tu' der meisterschaft wohl an! unrath treib' in deine seel', und nie mehr werde glueckserfuellt daran! dies ist das schwerste, und es folgt dem blitze, der dein leib schon spalt'te. dies ruft dir segen, ruft dir sorgen ueber weite welten, meere. nimm an den anruf, tu sie auf, die tiefen der vergessnen meere. dies ist das gesetz der todessehnsucht, es gildet bald fuer jeden mensch, und dann doch nur fuer diesen einen: der im schleier nachts im hellen mondlicht steht.
sein ende wird es niemals geben. die aufhebung jedoch, die liegt bereits im tiefsten loch das du dir graben musst: es kennt dort keine grenzen, und das schwarze fließt mit dir, doch immer schon, auf weichen, samtnen, wolkenwogen.

 

ruh deine augen aus, um zu verstehn.

28.1.09 04:58


fremdes heim

es gibt eine unterkategorie des sterbens und des gefuehls in diesem gebaeudetrakt. wenn sie ihre aufmerksamkeit nach links richten, werden sie feststellen, dass die wandstrukturen aeusserst duester und verfallen aussehen. in etwa zwanzig meter hoehe erreichen sie das dach, das sie von hier aus nicht sehen koennen.

duenne stahltraeger und etliche kleine leitern fuehren dort nach oben. wenn sie erst einmal oben sind, werden sie den ausblick genießen wollen. allerdings wird es dazu sicherlich nicht genuegend zeit geben. das gebaeude steht schon seit einigen jahrzehnten unter wasser und die stahlrohre tun ihr uebriges, dem ambiente einen bedrohlichen verfall vorauszusagen. sie wundern sich vielleicht, wenn sie oben angelangt sind, ueber all die gruenflaechen und die weiten wiesenwaelder; ueber die blendende, betaeubende schoenheit der sonnenstrahlen, die sie umfassen. sie wurden eigens aus fernen welten angebaut, um der ruhlosigkeit und oede des unterbaus eine art neue heimat entgegenzusetzen.

sind sie also hier fast auf der hoehe des wasserspiegels, der unentrinnbar immer weiter hinauf steigt, werden sie sicherlich bald feststellen, dass sich hier ein gefuehl aufhaelt, das noch zu eigensinnig ist, um diese welt in vollem ausmaß zu genießen. dieses gefuehl, lila und kreisrund, fuehrt mehrere strudel herbei, und wirbelt lauter ungewollte magische reste aus den abfaellen vergangener zeiten um sich herum. sie fragen sich vielleicht, wieso es das tut. doch die antwort wird wahrscheinlich nicht leicht ausfallen, und etwa im folgenden lauten, dass das verwundene gefuehl der eigensucht sich wohl einen strudel baut, um einerseits aus den tiefen wassermassen befreit zu werden - welche es sich jedoch nur einbildet - und andererseits wohl versucht, auf groeßt moeglichen abstand zu kommen von den tentakeln des unterbaus - um es heimlich dann moeglicherweise von innen zu uebernehmen. sozusagen am blinden fleck setzt sich neuerdings das verschundene eigenleben ab, um dort die wracks dieses alten gebaeudetrakts naeher zu durchforsten und - sei es moeglich - in seinem schaden unschaedlich zu machen.

wie dem auch sei, ist der fortgang unserer reise sicherlich auf dieser ebene noch nicht beendet. wennauch bis hierhin die tentakeln des unterseemonsters, das im innern des traktes wohnt, nicht reichen. und wennauch die monster, die sich tief innen in den labyrinthen eigentlich verbergen, unseren ausweg ins freie leben auf den daechern nicht sogleich nachvollziehen koennen. sie werden nachkommen, ueber den kamin den wir selbst gingen. sie werden das licht scheuen, aber sie passen sich an. so kamen bereits die ordnungsbeamten, staatssicherheitsorgane und instrumente im kampf gegen das freie leben immer wieder auf umwegen unseren spuren nach. es wird nur eine frage der zeit sein, bis auch dort oben, trotz der schoenheit dieser eingebetteten tiefwaelder, die polizeihubschrauber mit ihren scheinwerfern den fluechtling wieder auffinden auf auflesen.

es kam oefters schon vor, es waren blutige auseinandersetzungen dabei, teilweise verschleppungen in fremde, verlassene straßenwelten oder alte staedte, schulgebaeude, schoenheitssalons, mensen - eben all diese treffpunkte der menschen. es wird immer wieder geschehen und die kaempfe werden genuegend opfer mit sich tragen. allerdings werden sie so kein ende finden, da einerseits der fluechtling ein starker kaempfer sein muss, seine gegner im zaum halten wird und kann, andererseits er sich aber immer wieder in gerade solche welten hinein begeben oder verschleppt wird, in denen das territorium ausschließlich feindlichen ursprunges ist. es wird zu keiner entscheidung der schlachten fuehren. im schlimmsten, brenzligsten falle, wird der fluechtling doch wieder nur in ein nebenzimmer fluechten, wo er sich schnell in heilsamere welten katapultiert; wieder einmal durch den kamin hinauf.

doch letztendlich wird es auch wieder nicht einfach, fuer den fluechtling selbst, in die zimmer seiner kindheit zu fluechten. sodann findet er lauter hindernisse, die ihm seine wunden erneut aufkratzen, und die er sich dann wieder in langsamer muße selbst heilen muss. sie muessen wissen, dass es einige kriegsopfer hier gibt; zahlreich sind sie, man sieht sie nur meist nicht, da sie ueberall in dunklen ecken und verlassenen zimmern liegen. noch problematischer aber wird sein die tatsache, dass das leben hier noch keinen abschluss findet; und selbst der eigene eifer, und die macht des fliegens, sei es mit noch so viel trick und geschick, an das ende seiner kraefte oder des eigenen willens gelangen wird. es werden sozusagen die fremden gedanken der verhassten freunde sein, die einen am boden behalten wollen.

mit nur einem großen maß an vernarrtheit und verbissenheit werden sie es schaffen, sich davon wieder loszureißen, und muehevoll wieder die eigenen fremden schlafsaeele hinaufsteigen. ihr letzter verzweifelter wille fuehrt sie dann auch weiter vorbei an den feinden, endlich immer weiter hinauf. dort nun endlich werden die großartigen monster so klein gehalten und mit aller macht niedergetreten, dass sie kaum eine chance haben, ihnen zu folgen. und sie werden auf fahrstuehlen, um schneller dabei zu sein, ihre fremden gemaechter durchkreuzen, werden tresore aufschließen, und innerste, wertloseste geheimnisse pluendern. doch beachten sie die notizzettel und warnhinweisschilder, die sie vor einigen zeiten an sich selbst schrieben. sie werden wahrscheinlich nicht schlau daraus werden, und trotz allem ihren weg nach oben fortsetzen. dort nun endlich, wo sich unter ihnen die luke schließen wird, und jeder stoerenfried ausgeschlossen zu sein scheint. der dachboden ist alt und neu renoviert, ist aber auch noch nicht fertig. sie treten ueber die weißen styroporplatten, ueber die staubigen tuecher und sie durchschreiten luke um luke, immer hoeher.

und so steigen sie also weiter hinauf, ueber die letzten holzstufen und pfosten hinweg. sie werden sehen, dass das haus noch hoehere daecher in fremderen welten beherbergt. aber sie werden auch merken, dass die luft dort oben allmaehlich duenn wird, und ebensogleich auch die sicht. wenn sie nicht acht geben, treten sie ueber den rand einer welt, und treiben verlassen durchs all. oft schon ist es geschehen, und je weiter hinaus man dort trieb, umso eher verlangsamten sich auch die eignen gefuehle. stattdessen aber beginnt dort in der ferne ein langsamer verfall des eigenselbst, was nicht nur gefaehrlich, sondern auch ueber alle maßen erschreckend ist. das gefuehl kommt in etwa dem gleich, in immer hoeherer geschwindigkeit, auf immer steilerer ebene, am rande der welten zu sitzen, und darueber hinauszufallen.
die kalte luft dort draußen beunruhigt jedes fuehlende herz. sie werden sich daher nicht wundern muessen, wenn sie sobald kopfueber ueber den mittelpunkt ihres universums fliegen und in hastigem tempo bald auf einer verkehrten welt taumelnd wieder auf die erde zusteuern.

wo aber die reise enden wird, ist ihnen also sicherlich klar: sie werden selbst dazu kommen, neugierig, aber auch liebend, gewissenhaft aengstlich, letztendlich sterbend, zum boden zurueck zu kehren. mit einem stueck an erleichterung, und einem stueck aber auch an enttaeuschung. sie werden ihren feinden die haende schuetteln, die gehassten freunde werden sie kuessen und lieben, sie werden es sich dort wieder gemuetlich machen, und mit rot gluehenden augen im hintergrund wahrscheinlich bereit sein fuer alles, was sie sich vornehmen.

28.1.09 04:58


mord

er stand in einem regen. regenschauer, der ihm seine zeit verheißt.
er stand in einer woche. wochenlang dort stand er, wohnte sogar schon im stundenlohn.
die finger ließen sich den freiraum, zu verbluten, was ihn garnicht so sehr stoerte.
was ihn stoerte, das war nur das licht, das seine augen brannte.

dort stand er nun in halb vergessnen worten.
ließ die menschen um sich rum zu seiner reise werden.
dort stand er lang, und suchte nicht mehr, nein er kannte doch schon, was ihn zwang.
und der regen staendig wieder tracht'e seine augen nieder.

an einem haus gelehnt, dort stand er bald, auf hohen sohlen waehlte er sich seinen halt.
die katzenzungen sucht' er dort, die sich ihm zu erinnern drungen, diesem ort.
da waehlte er sich, in der obhut goldner mondesmeister, seine wahl des todes.
und er stand ihm gut, der tod, er war ihm maßgeschneidet.

"meine menschen", rief er dann noch, um sie unter sich zu scharen und zu teilen.
doch da hielt dann die zeit an, ließ ihn nicht mehr warten.
seine finger tropften noch von gestern, heute, morgen, laechelnd auf den boden.
und es zogen sich zusammen seine brauen, wie zugleich der tumult sein verlangen.

er stand nicht lang, er wohnte ja schon laenger hier.
er ließ nur dann von seiner absicht los und duenkte sich in dunkle zweifel.
hier war dann zum ersten mal der glanz auf straßengassen ohne wenn und aber.
und das licht, das ihn geblendet hat, fegt alle worte fort.

er sieht sich sterben, sieht die menschenmassen.
wie sie quellen, wie sie prassen, sich zerfasern, hassen, quetschen lassen.
und er lacht und kuesst mit einem zug den tropfen, der sich ihm entrungen hat.
nie mehr wird der mondesschein ihn warten lassen.

28.1.09 04:58


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